
Die Sicherheit auf Spielplätzen und in Freiräumen zum Spielen hat oberste Priorität. Die Gewährleistung dieser Sicherheit ist eine zentrale Aufgabe, die insbesondere durch die entsprechenden Betreiber bzw. Spielplatzträger sicher zu stellen ist.
Inhalt des Artikels
- 1 Was ist der Unterschied zwischen Spielplatz und Freiraum zum Spielen?
- 2 Inklusive und barrierefreie Spielplätze
- 3 Welche Anforderungen sollten qualitativ gute barrierefreie Spielplätze erfüllen?
- 4 Wie wichtig ist die Inspektion und Wartung von Spielplätzen?
- 5 Umgang mit Wagnissen und Risiken
- 6 Was ist beim Spielplatzbesuch zu bedenken?
- 7 Regelwerke und Publikationen
- 8 Fazit
Was ist der Unterschied zwischen Spielplatz und Freiraum zum Spielen?
Unter einem Freiraum zum Spielen versteht man einen bestimmten Bereich im Freien, der sich für das Spielen eignet, welcher jedoch nicht bauplanungsrechtlich zugewiesen ist.
Bei einem Spielplatz handelt es sich um eine Fläche, die bauplanungsrechtlich zum Zweck des Spielens bestimmt oder vertraglich dafür vorgesehen ist.
Zu Spielplätzen heißt es in der Musterbauordnung (MBO) im § 8 „(2) Bei der Errichtung von Gebäuden mit mehr als drei Wohnungen ist auf dem Baugrundstück oder in unmittelbarer Nähe auf einem anderen geeigneten Grundstück, dessen dauerhafte Nutzung für diesen Zweck öffentlich-rechtlich gesichert sein muss, ein ausreichend großer Spielplatz für Kleinkinder anzulegen. Dies gilt nicht, wenn in unmittelbarer Nähe eine Gemeinschaftsanlage oder ein sonstiger für die Kinder nutzbarer Spielplatz geschaffen wird oder vorhanden oder ein solcher Spielplatz wegen der Art und der Lage der Wohnung nicht erforderlich ist. Bei bestehenden Gebäuden nach Satz 1 kann die Herstellung von Spielplätzen für Kleinkinder verlangt werden, wenn dies die Gesundheit und der Schutz der Kinder erfordern.“
„Nicht überbaute Flächen der bebauten Grundstücke, Kinderspielplätze“

Inklusive und barrierefreie Spielplätze
- Mit der Begrifflichkeit Inklusion wird das Bestreben, Spielplätze und Freiräume für alle Kinder in gleichem Maße bereitzustellen, zum Ausdruck gebracht. Dabei sollen, als Voraussetzung, die individuellen körperlichen und kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder keine dominierende Rolle spielen.
- Wesentliche Grundlage hierfür bildet die Herstellung der Barrierefreiheit. So müssen Spielplätze auffindbar, zugänglich und zweckentsprechend nutzbar sein. Dabei müssen alle Hindernisse, die ein sicheres Spielen verhindern können, vermieden werden. Als Grundlage für die Gestaltung barrierefreier Spielplätze und Freiräume gelten, neben den zusätzlichen Anforderungen auf dieser Webseite, die Anforderungen der DIN 18040 „Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen“. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Teil 3 „Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum“ dieser Normenreihe.
Das gemeinsame Spielen von Kindern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten kann, mit Hilfe der nachstehenden Maßnahmen, unterstützt und erleichtert werden.
💡Die Gestaltung von Spielplätzen nimmt eine entscheidende Rolle in der Entwicklung von Kindern und der Förderung ihrer physischen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten ein. Qualitativ hochwertige Spielplätze sollten daher bedachte Anforderungen erfüllen, um eine sichere, anregende und inklusive Umgebung für Kinder zu schaffen. Im Folgenden werden einige Schlüsselaspekte aufgeführt, die bei der Planung und Entwicklung von Spielplätzen berücksichtigt werden sollten, um deren Qualität zu gewährleisten. a) ausreichend bemessene Spielräume 💡Daher ist es unerlässlich, sicherzustellen, dass Spielplätze und Freiräume zum Spielen regelmäßig inspiziert und gewartet werden. (Dabei sind diese während der Wartung abzusperren, siehe Bild 3). Welche Anforderungen sollten qualitativ gute barrierefreie Spielplätze erfüllen?
Dazu zählen:
b) Rückzugs- und Ruhebereiche
c) attraktive Spielangebote
d) eine möglichst naturnahe Gestaltung
e) Fördermöglichkeiten der kindlichen Entwicklung
f) Verweilplätze für Eltern (vgl. Webseite Sichere Verweilplätze mit Rollstuhlstellplatz laden alle zum Erholen und Entspannen ein)
g) günstige Spielplatzlage zur leichten Erreichbarkeit vorzugsweise per Fuß oder Fahrrad (beziehungsweise gegebenenfalls auch mit ÖPNV).Wie wichtig ist die Inspektion und Wartung von Spielplätzen?

Umgang mit Wagnissen und Risiken
💡Die Integration von Risiken und Wagnissen darf jedoch keinesfalls dazu führen, dass mögliche Verletzungen der Kinder in Kauf genommen werden.
Was ist beim Spielplatzbesuch zu bedenken?
Es ist ratsam, auf einen Spielplatzbesuch mit kleineren Kindern stets gut vorbereitet zu sein, um auf unvorhergesehene Situationen reagieren zu können und den Komfort der Kinder zu gewährleisten.
Aus diesem Grund sollten folgende Aspekte bedacht und Utensilien keinesfalls vergessen werden: Die Festlegungen zum Aufbau, und auch für eine barrierefreie Gestaltung, von Spielplätzen und Freiräumen zum Spielen, sind in verschiedenen Normen enthalten, die vom Deutschen Institut für Normung (DIN) veröffentlicht werden. Diese Normen bieten umfassende Informationen zur Identifikation und Bewertung von Risiken sowie zu Maßnahmen zu deren Vermeidung und Behebung. Dabei werden potenzielle Schwachstellen durch Konstruktionsmängel genauso beleuchtet, wie Probleme, die durch einen unsachgemäßen Aufbau, Verschleiß und Witterung entstehen können. 💡 Mit der hier vorgenommenen Zusammenstellung möchten wir Ihnen lediglich eine grobe Übersicht zu den bestehenden Regelwerken und für Sie eventuell interessierenden Publikationen geben. Wir bitten zu berücksichtigen, dass, neben den nachstehenden Regelwerken, auch die kommunalen Bausatzungen und Bebauungspläne sowie gegebenenfalls die jeweilige Landesbauordnung zu beachtende Vorgaben enthalten können. für Normen und DIN-Publikationen: DIN Media GmbH Kundenservice: 0 30 26 01 – 13 31 für Publikationen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV): Diese Publikationen können Sie DGUV oder bei Ihrem jeweils zuständigen Unfallversicherungsträger erhalten. Zu den maßgeblichen Regelwerken gehören u. a.: Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) bietet zum Thema Spielplätze u. a. folgende Veröffentlichungen an: Zu den Publikationen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gehören: Weiterführende Links: © Mobilfuchs, 09.02.2024 * Dies ist ein Affiliate-Link/Werbelink. Wir als Webseitenbetreiber erhalten für jede Anmeldung oder jeden Kauf über einen Affiliate-Link eine Provision, die zur Finanzierung der Webseite beiträgt. Für Sie als Nutzer entstehen KEINE zusätzlichen Kosten. Affiliate-Links/Werbelinks sind mit einem (*) und/oder als „Werbung“ gekennzeichnet. Vielen ❤-lichen Dank für Ihre Unterstützung! Regelwerke und Publikationen
Saatwinkler Damm 42/43
13627 BerlinNormen
Teil 1: „Anforderungen für Planung, Bau und Betrieb“
Teil 1: „Freianlagen für Spiele und Leichtathletik — Planung und Maße“
Teil 1: „Öffentlich zugängliche Gebäude“
Teil 2: „Wohnungen“
Teil 3: „öffentlicher Verkehrs- und Freiraum“
Prüfverfahren“
Teil 1: „Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren“
Teil 2: „Zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
für Schaukeln“
Teil 3: „Zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
für Rutschen“
Teil 4: „Zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren für Seilbahnen“
Teil 5: „Zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
für Karussells“
Teil 6: „Zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
für Wippgeräte“
Teil 7: „Anleitung für Installation, Inspektion, Wartung und Betrieb“
Teil 11: „Zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
für Raumnetze“Publikationen
DIN-Taschenbuch 105 „Spielplätze und Freizeitanlagen“
Ausgabe Februar 2021
Spielgeräte – Sicherheit auf Europas Spielplätzen
Erläuterungen in Bildern zu DIN EN 1176
Holzspielplätze
Planung, Schutz, Wartung und Schäden
Spielplatzsicherheit
Inspektion, Wartung, Unfallgefahren – Inklusive typischer Verschleiß, giftige Pflanzen, Gerichtsurteile, DIN-Norm & Gesetze
Spielplätze und Freiräume zum Spielen
Ein Handbuch für Planung und Betrieb
Spielgeräte, Sport, Freizeitanlagen
DGUV Information 202-022
„Außenspielflächen und Spielplatzgeräte“
DGUV Information 202-018
„Klettern in Kindertageseinrichtungen und Schulen“
DGUV Informationen 202-023
„Giftpflanzen – Beschauen, nicht kauen!“
DGUV Information 202-072
„Seilgärten in Kindertageseinrichtungen und Schulen“Fazit
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