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Stellungnahme zur Umstellung von analogen Leistungen und Kundenservices in digitale Formate bei der Deutschen Bahn AG

Die Deutsche Bahn AG setzt zukunftsorientiert, im Rahmen ihrer zu erbringenden Leistungen und Kundenservices, massiv und konsequent auf digitale Angebote in Form von Webseiten und mobile Anwendungen. Die jüngsten Beispiele sind die Umstellung des Ticketverkaufs der Tarife „Sparpreis“ und „Super Sparpreis“ sowie die angekündigte Umstellung der Herausgabe der BahnCard 25 und 50 in digitalen Formaten. Hier besteht die berechtigte Befürchtung, dass die derzeitige Lösung, des Erhalts eines ausgedruckten Tickets am Fahrkartenschalter und auch die Bereitstellung von Assistenzkräften bei der Nutzung der digitalen BahnCard, nur eine Übergangslösung zur Beruhigung der Gemüter darstellt.

Fehlende Barrierefreiheit bei digitalen Angeboten der DB 

Die Umstellung der analogen Leistungsangebote und Kundenservices der Deutschen Bahn AG in digitale Formate stellen insbesondere für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen eine große Herausforderung dar. Diese Personengruppen benötigen einen verlässlichen barrierefreien Zugang sowie eine uneingeschränkte barrierefreie Nutzungsmöglichkeit digitaler Angebote. Leider wird dies durch die Deutsche Bahn AG nicht sichergestellt.

So werden bestehende Barrieren bei der Nutzung von DB-Webseiten zeitnah zur Mängelbehebung an das Unternehmen weitergeleitet. Bis zu deren Behebung dauert es oftmals viele Monate. Gerechtfertigt wird diese unangemessene Dauer der Nutzungsbeeinträchtigung mit dem Hinweis auf die Größe des Unternehmens. Andere bestehende Defizite werden erst gar nicht behoben. Bestes Beispiel ist die seit Jahren angemahnte Forderung zur Schaffung einer Möglichkeit für die unentgeltliche Online-Sitzplatzreservierung für eine Begleitperson für schwerbehinderte Reisende.

Die mobilen Anwendungen der Deutschen Bahn AG weisen häufig qualitative Nutzungsmängel auf, sodass sie nicht oder bestenfalls nur eingeschränkt nutzbar sind. In der Praxis ist leider festzustellen, dass nicht selten, bei jedem neuen Update, insbesondere für ältere und behinderte Menschen, mit erneuten barrierebehafteten Nutzungserschwernissen gerechnet werden muss. Dieser Umstand weckt bei vielen Reisenden kein Vertrauen in die digitalen Angebote der Deutschen Bahn AG. Die diesbezüglichen massiven Beschwerden in einschlägigen E-Mailinglisten sind ein unübersehbarer Beleg.

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Wenn Sie selbst barrierefreie Inhalte, zum Beispiel im Rahmen Ihrer Arbeit erstellen wollen, dann legen wir Ihnen den „Kurs um Barrierefreiheit in IT korrekt umsetzen“ ans Herz. In diesem umfangreichen Kurs von mehr als 5 Stunde, lernen Sie u. a. eine Webseite barrierefrei zu programmieren, sodass Ihre digitalen Produkte auch von Menschen mit Behinderung genutzt werden können. Das ist beispielsweise dann für Sie interessant, wenn Sie in einer Behörde oder öffentlichen Institution arbeiten. 

Neben den angesprochenen Problemen der fehlenden Barrierefreiheit digitaler Angebote, bestehen weitere Gründe die deren Nutzung erschweren bzw. verhindern.

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